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Bauchspeicheldrüsenkrebs Print
Der Bauchspeicheldrüsenkrebs (Pancreaskarzinom) ist mit 10 bis 15 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner und Jahr eher selten und für etwa 3 Prozent der bösartigen Neuerkrankungen in Deutschland verantwortlich. Erkrankungen treten meist zwischen dem 60. und 70. Lebensjahr auf, Männer sind häufiger betroffen als Frauen. Wesentlicher Risikofaktor ist eine langjährig bestehende chronischen Entzündung der Bauchspeicheldrüse (chronische Pancreatitis), die meist auf einen erhöhten Alkoholkonsum zurückzuführen ist. Zigarettenkonsum, Übergewicht und ein Diabetes mellitus sind weitere Einflussfaktoren.

Frühsymptome sind beim Pancreaskarzinom selten. Daher wird der Tumor meist erst in fortgeschrittenen Stadien diagnostiziert. Erstes Symptom ist häufig eine schmerzlose Gelbsucht (Ikterus), die durch ein Einwachsen des Tumors in den benachbarten Gallengang entsteht. Weiterhin kann es zu Oberbauchbeschwerden kommen, die häufig gürtelförmig in den Rücken ausstrahlen. Die Diagnose wird meist durch eine endoskopische Darstellung des Bauchspeicheldrüsen- und Gallenganges mittels Röntgenkontrastmittel gestellt (ERCP). Ergänzend kann man den Tumor durch Computer- oder Kernspintomographie darstellen. Durch eine Gewebeprobe (Biopsie) kann letztlich die Diagnose gesichert werden. Wichtig ist neben der örtlichen Tumorausdehnung auch die Frage nach einem Lymphknotenbefall und einer Streuung in andere Organe (Metastasen).

 

Eine Operation ist die therapeutische Methode der Wahl und gleichzeitig die einzige Chance, de Tumor vollständig zu entfernen. Ist eine Heilung nicht mehr möglich, kann mittels Chemotherapie eine Besserung der Lebensqualität und eine Wachstumsverzögerung des Tumorgewebes erreicht werden. Bei Komplikationen können unterschiedliche Verfahren eingesetzt werden, um die Beschwerden zu lindern. So wird beispielsweise beim Verschluss des Gallengangs auf edoskopischen Weg ein Röhrchen (Drainage) in den Gallengang eingelegt, damit die Galle wieder abfließen kann.