
Tumorzentrum Koblenz
Koblenzerstr. 115-155
56073 Koblenz
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| Leberkrebs/Gallengangkrebs |
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Beim Leberkrebs (Leberkarzinom) unterscheidet man verschiedene Formen. Am häufigsten sind der eigentliche Leberkrebs (Hepatozelluläres Karzinom) sowie der Gallenwegskrebs (Cholangiozelluläres Karzinom). Selten sind bösartige Geschwulste, die von den Blutgefäßen ausgehen (Angiosarkome). Am häufigsten jedoch ist die Leber von Tochtergeschwulsten aus anderen Organen befallen, sogenannten Metastasen. Die Therapie richtet sich dann nach der Ursprungserkrankung.
Insgesamt kommen primäre Lebertumoren eher selten vor. Meist besteht dann eine Risikoerkrankung. Dazu gehören neben der Leberzirrhose unterschiedlicher Ursache vor allem chronische Entzündungen der Leber, meist auf dem Boden einer viralen Hepatitis B oder C. Aber auch Schimmelpilze (z.B. in verdorbenem Getreide) oder seltene genetische Erkrankungen wie die Hämochromatose, erhöhen das Risiko zu erkranken.
Frühsymptome sind bei Lebertumoren selten. Meist wird der Tumor durch Spätsymptome wie Schmerzen oder Bauchwasser (Aszites) entdeckt. Diagnostische Verfahren der Wahl sind neben der Ultraschalluntersuchung die Computer- oder Kernspintomographie. Auch die Suche nach befallenen Lymphknoten oder Absiedlungen in anderen Organen (Metastasen) sind zur genauen Therapieplanung von Bedeutung.
Einziges Verfahren, dass zur Heilung führen kann, ist die Operation. Dabei kann entweder der tumortragende Teil der Leber entfernt werden (Leberteilresektion) oder die ganze Leber muss durch ein neues Organ ersetzt werden (Lebertransplantation). Da der Tumor häufig jedoch erst in fortgeschrittenen Stadien entdeckt wird, ist dies unter Umständen nicht mehr möglich. Dann stehen unterschiedliche Verfahren zur örtlichen Tumorkontrolle zur Verfügung, die individuell eingesetzt werden können. Bei Vorhandensein von Tochtergeschwulsten ist neuerdings eine Therapie in Tablettenform unter bestimmten Voraussetzungen möglich. |
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