
Tumorzentrum Koblenz
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| Magenkrebs |
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Der Magenkrebs (Magenkarzinom) ist mit etwa 19.000 Neuerkrankungen pro Jahr in Deutschland für ca. 5 Prozent der bösartigen Tumoren verantwortlich. In den westlichen Industrieländern hat die Häufigkeit in den letzten Jahren leicht abgenommen. Männer sind etwas häufiger betroffen, der Häufigkeitsgipfel liegt jenseits des 50. Lebensjahres.
Risikofaktoren für die Entstehung eines Magenkarzinoms sind vor allem bestimmte Ernährungsfaktoren, insbesondere der Verzehr von Nitrosaminen, die zum Beispiel beim Grillen und Braten entstehen. Aber auch der Verzehr verdorbener Speisen, Zigarettenkonsum oder eine chronische Infektion der Magenschleimhaut mit dem Keim Helicobacter pylori führen zu einem erhöhten Risiko.
Das Magenkarzinom verursacht in der Regel keine spezifischen Frühsymptome, eine strukturierte Vorsorge, ähnlich dem Dickdarmkrebs, ist nicht etabliert, da sich der Magenkrebs nicht aus Vorstufen entwickelt. Warnsymptome können jedoch Appetitlosigkeit- insbesondere Widerwille gegen Fleisch- aber auch Abgeschlagenheit und ungewollter Gewichtsverlust sein. Diese Beschwerden sowie zum Beispiel eine unklare Blutarmut (Anämie) sollten immer Anlass zur Abklärung geben. Häufig wird der Geschwulst aber erst im fortgeschrittenen Stadium entdeckt, wenn bestimmte Beschwerden zur Abklärung führen. Diagnostiziert wird der Magenkrebs durch eine Magenspiegelung. In diesem Rahmen können dann Proben entnommen werden, um die genauen feingeweblichen Eigenschaften des Tumors zu untersuchen. Im Rahmen weiterer Untersuchungen kann das genaue Ausbreitungsstadium der Erkrankung bestimmt werden.
Therapie der Wahl ist die operative Entfernung des Krebses. Je nach Ausbreitungsstadium kann eine Chemotherapie vor und nach der Operation die Heilungschancen verbessern. Sollte eine Operation, zum Beispiel beim Vorliegen von Tochtergeschwulsten (Metastasen) nicht möglich sein, kann durch eine Chemotherapie oder lokale endoskopische Verfahren eine Besserung der Symptome und insbesondere der Lebensqualität möglich sein. In jedem Fall ist ein individuelles Vorgehen unter Berücksichtigung aller Faktoren, insbesondere aber auch des Gesundheitszustandes des Patienten, anzustreben. |
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