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Nierenkrebs Print

Der Nierenkrebs ist nach dem Prostata- und dem Blasenkrebs die dritthäufigste Krebsart im Bereich der Urologie. Jährlich erhalten rund 17.000 Menschen in Deutschland diese Diagnose. Meist tritt die Erkrankung zwischen dem 60. und 80. Lebensjahr auf. Männer sind etwa zwei Mal häufiger betroffen als Frauen.

Die Ursachen für die Entstehung von bösartigen Nierentumoren sind bisher nicht eindeutig geklärt. Es scheinen sowohl genetische als auch hormonelle Faktoren, Umwelteinflüsse und zelluläre Veränderungen, eine Rolle zu spielen.

Die häufigste Form des Nierenkrebses ist in 85 Prozent das Nierenzellkarzinom. Diese Tumore fallen meistens im Rahmen von Ultraschalluntersuchungen oder Computertomographien des Bauchraums eher zufällig auf, da der Patient im Anfangsstadium in der Regel keinerlei Symptome verspürt. In fortgeschrittenen Fällen treten zum Beispiel Flankenschmerzen mit oder ohne Blut im Urin auf.

Die Therapie besteht meist in einer Operation. Wenn der Tumor nicht zu groß ist, kann dabei die Niere erhalten werden. Im anderen Fall muss die komplette Niere entfernt werden. Bei großen, blutenden Nierentumoren im fortgeschrittenen Alter wird beispielsweise eine Verödung des Tumors beziehungsweise der Tumorgefäße unter Röntgenkontrolle durchgeführt.

Ist der Tumor lediglich auf die Niere beschränkt und kann im Gesunden entfernt werden, muss der Patient später „nur“ alle drei Monate zu einer Nachsorgeuntersuchung erscheinen. Kann der Tumor jedoch nicht im Gesunden entfernt werden und/oder liegen bereits Tochterabsiedlungen (Metastasen, meist in der Lunge) vor, ist heutzutage eine Nachbehandlung mit einer zielgerichteten Therapie (targeted therapy) Standard.