
Tumorzentrum Koblenz
Koblenzerstr. 115-155
56073 Koblenz
Tel.: 0261-499-1400
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| Prostatakrebs |
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Der Prostatakrebs (Prostatakarzinom) ist mit rund 25 Prozent aller diagnostizierten Krebserkrankungen die häufigste Krebserkrankung des Mannes in Deutschland. Jährlich gibt es rund 58.000 neue Patienten.
Das durchschnittliche Erkrankungsalter liegt etwa bei 69 Jahren. Bis zum Jahr 2050 wird der Anteil der über 60-Jährigen in der Bevölkerung voraussichtlich etwa 28 Millionen Männer ausmachen (37 Prozent) und damit doppelt so hoch sein wie heute. Im gleichen Umfang ist eine Zunahme der Prostatakrebserkrankungen zu erwarten. Dieser Entwicklung müssen Diagnostik und Therapie des Prostatakarzinoms Rechnung tragen.
Empfohlen wird daher die urologische Vorsorgeuntersuchung mit Bestimmung des PSA im Blut (Prostataspezifisches Antigen; Tumormarker) und der rektalen Untersuchung (Untersuchung der Prostata durch den Enddarm) ab dem 40. Lebensjahr. Die PSA-Wertbestimmung wird leider bis heute noch nicht von den Krankenkassen übernommen und muss selbst getragen werden (Kosten etwa 25 Euro).
Besteht der Verdacht auf einen Prostatakrebs wird eine ultraschall-gesteuerte Gewebeentnahme der Prostata durch den Enddarm notwendig. Zu den Umfelduntersuchungen nach Diagnose eines Prostatakrebses gehören dann gegebenenfalls eine Computertomographie oder Kernspintomographie des Bauchraums sowie eine Knochenuntersuchung auf Tochtergeschwülste (Knochenzintigraphie).
Die Therapie des Prostatakarzinoms richtet sich dann nach Allgemeinzustand und Alter des Patienten, Höhe des PSA-Wertes, Tumorstadium und reicht von kontrollierter Beobachtung über eine radikale Operation beziehungsweise Bestrahlung bis hin zur Hormonentzugstherapie oder auch Chemotherapie und begleitenden Maßnahmen. Wie bei vielen anderen Krebsarten wird eine Nachsorge mit körperlicher Untersuchung, Ultraschall und PSA-Bestimmung alle drei Monate empfohlen.
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